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Veröffentlicht: | geschätzte Lesezeit: ca. 30 Minuten

Die Probleme mit dem “Allheilmittel” beim richtigen Abnehmen

“Jeder Mensch tickt eben anders” oder “wir sind alle individuell” und so weiter. Schon mal gehört, oder?

Mit Sicherheit. Aber wer hätte gedacht, dass dies bei der Ernährung auch tatsächlich zutrifft? Macht Cola nicht jeden Menschen dick und viel Obst jeden Menschen gesund, der es häufig auf dem Teller hat?

Nein, denn so einfach ist es tatsächlich nicht. Was bei dem Einen funktioniert, kann bei dem Anderen sogar schädlich sein.

Und da wären wir auch schon wieder bei unserem “Helden” – dem Vollkorn. Wie in dieser Studie gezeigt, kann der Verzehr von Vollkorn einigen Menschen durchaus gut tun, andere wiederum vertragen jedoch Weißbrot besser – oder es macht keinen wirklichen Unterschied.

Das ist jedoch keineswegs ein Freibrief dafür alles zu futtern, was lecker schmeckt, in der Hoffnung, dass es schon keinen Unterschied machen würde! Beim Gedanken ertappt, ich weiß.

Nein, vielmehr verweist die Studie auf einen möglichen Trend (und eine Lösung) für die Zukunft: Die personalisierte Ernährung, die sich anhand der Zusammensetzung der Darmbakterien vorhersagen lässt. Frei nach dem Motto: “Zeig mir deinen Darm und wir finden die passende Ernährung”.

Inwiefern sich diese Idee für die breite Masse umsetzen lässt, wird die Zukunft zeigen, aber eine Erkenntnis wird dadurch weiter zementiert: Das Pauschal-Rezept für die richtige Ernährung, was für alle gilt, gibt es nicht so wirklich.

Doof ist dabei, dass praktisch jedes neue Diätkonzept behauptet, den heiligen Gral gefunden zu haben. Doch, Überraschung: Es gibt eben keinen heiligen Gral, wenn die richtige Ernährung typabhängig ist. Das belegen auch weitere wissenschaftliche Studien.

Tatsächlich verdaut jeder Mensch scheinbar anders. “Ungesunde” Lebensmittel – per se – gibt es daher nicht. Natürlich schlägt der frische Salat die Currywurst, wenn es um die effektive Versorgung des Körpers geht – doch Nährstoffe liefern beide.

Der wichtige Unterschied liegt darin, dass manche Lebensmittel den Appetit zwar anregen, aber eben nicht so gut sättigen und das führt bei nicht ausreichender Bewegung schnell zu Übergewicht, was wiederum ein wichtiger Indikator für eine gesunde Ernährung ist.

Dann sind die “Schuldigen” ja vermutlich schnell gefunden: Süßigkeiten, Fast Food und Co. Doch auch hier ist es nicht ganz so einfach, wie es vielleicht angenehm wäre, denn Forscher fanden heraus, dass zum Beispiel Schokolade durchaus einen positiven Einfluss auf die Gesundheit haben kann und (in Maßen) nicht automatisch fett macht.

Schokolade nicht immer ungesund

Zu einem interessanten Vorschlag kommen zwei Forscher zum Thema Fast-Food:
“Just und Wansink schließen aus ihren Ergebnissen, dass die große Mehrheit an Gewichtsproblemen nicht allein auf den Verzehr von Fastfood, Süßigkeiten, Limonaden und Co. zurückzuführen ist. Sie schreiben, dass es für eine Mehrheit der erfolgversprechendere Diät-Ratschlag sein könne, die Kalorienzufuhr insgesamt sowie die Häufigkeit von Zwischenmahlzeiten zu reduzieren. ‘Wenn wir eine wirkliche Veränderung wollen, müssen wir uns die gesamte Ernährung anschauen und die körperliche Aktivität’, rät Just. ‘Ganz eingeengt auf Junkfood abzuzielen, ist nicht nur ineffektiv, es könnte sogar kontraproduktiv sein, weil es von den wahren Ursachen für Übergewicht ablenkt.’”

Solange die wirklichen Ursachen des individuellen Übergewichts nicht geklärt sind, ist es nur eine Frage der Zeit, bis der gefürchtete Jojo-Effekt seine volle Wirkung entfaltet.

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