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Helferlein aus der Küche Helferlein aus der Küche

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Moderne Küchenhelfer: Sinnvolle Assistenten oder unnötige Staubfänger?

Beim Kochen geht es heutzutage ja nicht mehr bloß um die Zubereitung essbarer Speisen, es ist vielmehr ein eigenständiger Lifestyle geworden. Entsprechend üppig ist manche Küche mit allerlei Gerätschaften ausgestattet, die den Umgang mit den Lebensmitteln erleichtern sollen. Da mag sich der eine oder andere in der heimischen Küche dann wie ein ausgemachter Profi vorkommen, allerdings ist der Nutzen vieler Küchenhelfer oft schon auf den zweiten Blick sehr begrenzt. Selbst ambitionierte Hobbyköche sollten sich daher die Frage stellen, ob und wie viele dieser Utensilien es tatsächlich braucht.

Küchenhelfer und Küchengeräte für alle Lebenslagen

Wichtige Eigenschaften von Küchenwerkzeugen

Hochwertige Materialien, die geschmacksneutral, farbecht, säurebeständig und bruchsicher sind. Gute Verarbeitung, damit auch bei längerer und häufigerer Nutzung keine Teile abbrechen oder sich lösen. Funktionelles Design, also eine ergonomische Gestaltung für die leichte und sichere Handhabung. Einfache Reinigung, weil Hygiene in der Küche oberste Priorität hat. Am besten spülmaschinenfest, ohne Rillen und Hohlräume.

Der Gang durch den Supermarkt lässt mittlerweile so gut wie keinen Wunsch unerfüllt: Das reichhaltige Angebot unterschiedlichster Lebensmittel ist einer der großen Vorzüge unserer Zeit, denn es erlaubt Abwechslung auf den Tellern und macht einseitige Ernährung prinzipiell zu einem Ding der Unmöglichkeit. Zugleich sorgt die mediale Vermarktung der Tätigkeit "Kochen" in Coaching-Sendungen und TV-Wettbewerben für eine größere Lust, Neues in der Küche auszuprobieren.

Die andere Seite der Medaille ist eine nicht enden wollende Flut von immer neuen Küchenhelfern – für jedes Lebensmittel und für jede Zubereitungsform, so scheint es wenigstens, gibt es ein passendes Utensil oder Gerät. Der Gedanke dahinter ist meistens: Da es aufgrund der mangelnden Erfahrung und beruflichen Qualifikation bei den wenigsten Hobbyköchen zu den Fingerfertigkeiten eines Profikochs reicht, greifen erstere zu den angebotenen Hilfsmitteln, um Ergebnisse auf dem Niveau der letzteren zu erzielen. Und das in einem Zeitrahmen, der sich mit Berufstätigkeit, Familie und nagendem Hungergefühl bei allen Haushaltsmitgliedern vereinbaren lässt.

Back to Basics: Die Grundausstattung

Dennoch stellt sich die Frage, welche Ausrüstung es in der heimischen Küche überhaupt braucht. Die Versuchung mag groß sein, in das eine oder andere zusätzliche Küchenutensil zu investieren, aber am Ende müssen sich die Ausgaben doch rentieren – das heißt, der neue Küchenhelfer oder das neue Küchengerät sollten regelmäßig genutzt werden. Das hat nicht unbedingt nur mit den Kosten zu tun, jedes weitere Teil in der Küche nimmt schließlich auch Platz weg.

Aus diesen Gründen ist es sinnvoll, bei den Basics anzufangen. Eine vernünftig zusammengestellte und hochwertige Grundausstattung erspart bereits viele vermeintlich notwendige Küchenhelfer und -geräte:

Das scharfe Messer, ein wichtiger Küchenhelfer.

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Scharfe Messer

Die Grundlage jeder Küche. Theoretisch reicht ein wirklich gutes Messer für das alltägliche Kochen schon aus, also ist es in gewisser Weise eine Frage persönlicher Vorlieben, ob man darüber hinaus weitere Messer anschafft. Denkbar und vollkommen ausreichend wären ein Schälmesser, ein Gemüsemesser, ein Kochmesser und ein Fleischmesser. Tipp: Den Messersatz sollte man mit einem widerstandsfähigen Schneidbrett ergänzen. Hierbei geht es nicht allein um eine schicke Optik (die grundsätzlich für Holzbretter sprechen würde), sondern in erster Linie um Hygiene. Für trockene Lebensmittel sind Schneidbretter aus Holz in Ordnung, ansonsten empfehlen sich Kunststoffbretter.

Verschieden große Töpfe

Diese sind normalerweise im Set erhältlich, womit sich die meisten Bedürfnisse beim Kochen ausreichend erfüllen lassen. Ein kleinerer, flacher Stieltopf für Soßen, ein hoher Topf für Kartoffeln oder Gemüse, ein größerer Fleischtopf, eventuell sogar ein großer Suppentopf.

2 Pfannen

Im Prinzip ist eine Pfanne zum Braten ausreichend, allerdings eignen sich Ausführungen aus Gusseisen oder Edelstahl besonders gut für das scharfe Anbraten von Fleisch, für andere Lebensmittel leisten Pfannen mit Antihaftbeschichtung bessere Dienste.

Diese 3 "Küchenhelfer" stellen ...

... die minimale Ausstattung dar, über die eine Küche verfügen sollte. Von dort ausgehend kann das Küchenarsenal beliebig erweitert werden, in vielen Fällen ist die Anschaffung eines bestimmten Geräts oder Utensils sogar sinnvoll. Ein Wasserkocher klingt vielleicht entbehrlich, weil der Herd ja zum Kochen ohnehin genutzt wird, allerdings ist der Wasserkocher deutlich schneller – und spart so Energie und Geld. Außerdem wäre es recht mühselig, das Teewasser immer auf dem Herd zu erhitzen.

Dazu gibt es einige andere Bereiche des Kochens und Backens, in denen sich ohne die notwendigen Utensilien nur schwerlich arbeiten lässt.

Wiegen, Messen, Mixen - für die richtige Mischung!

Messbecher und/oder Küchenwaage

Ob Kochen oder Backen, wer dabei nicht intuitiv vorgehen möchte und sich lieber an die Rezepte hält, ist gut beraten, zumindest einen der beiden Küchenhelfer zur Verfügung zu haben.

(Rühr-)Schüsseln

Spätestens beim Backen ist eine gewisse Anzahl an Schüsseln notwendig, nicht nur zum Verrühren der Zutaten, sondern gegebenenfalls auch zum Mixen, Pürieren und Aufbewahren derselben.

Als Bonus und für passionierte Bäcker darüber hinaus unverzichtbar:

Mixer

Die gibt es in 2 Varianten, als Handmixer oder Handrührgerät und als Stabmixer. Einige Geräte vereinen beide Funktionen, was die Anschaffung von 2 Küchengeräten unnötig macht. Wer noch einen Schritt weitergehen möchte, greift vermutlich zu einer:

Eine Küchenmaschine hilft z.B. bei Nachspeisen.

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Küchenmaschine

Je nach Ausstattung und Zubehör muss dabei allerdings der Kosten-Nutzen-Faktor bedacht werden, ganz zu schweigen davon, dass nicht jede Küche die teils großen Geräte fassen kann.

Rühren, Schöpfen, Wenden - für die richtige Konsistenz

Manchmal reichen die bloßen Hände in der Küche einfach nicht aus. Beim Rühren, Abschöpfen, Wenden und vielen anderen Arbeitsgängen sind Küchenhelfer unerlässlich. Die Grundausstattung sollte daher unter anderem Folgendes umfassen:

  • einen bis zwei Kochlöffel (für grundsätzlich alles)
  • einen Pfannenwender (zum Wenden und Herausheben von Lebensmitteln aus einer heißen Pfanne)
  • eine Schöpfkelle (für Soßen und Suppen)
  • einen Schaumlöffel (zum Herausheben und Abseihen von Gemüse etc.)
  • einen Schneebesen (zum Aufschlagen von Teig, zum Verrühren von Soßen etc.)
  • eine Küchenzange (für das Wenden von Fleisch – mit einer Fleischgabel sorgt man nur dafür, dass der Fleischsaft beim Braten austritt und das Fleisch trocken wird)

Sonstiges Zubehör - nicht nötig, aber interessant ...

Darüber hinaus sind ein paar weitere Kleinigkeiten ebenfalls Bestandteil einer Basis-Ausstattung für die Küche. Ein Sparschäler beispielsweise erleichtert das Schälen von Kartoffeln, Möhren und anderem Obst und Gemüse. Mit einer Mehrzweckreibe können verschiedenste Lebensmittel zerkleinert, geraspelt oder gerieben werden.

Zu guter Letzt sollte mindestens ein mittelgroßes Rundsieb (etwa zum Durchlassen von Soßen oder zum Durchsieben von Puderzucker) und ein Standseiher zum Abgießen gekochter Lebensmittel im Haushalt vorhanden sein. Nicht zu vergessen: Für die meisten Haushalte dürfte eine Kaffeemaschine in beliebiger Ausführung zum Grundbestand gehören.

Viel hilft viel? Helfer für bestimmte Gerichte ...

Soweit also eine zweckdienliche, dabei umfangreiche, aber keineswegs übertrieben große Grundausstattung für die heimische Küche. Damit ist aber nur ein Bruchteil der Möglichkeiten erfasst, die inzwischen im Bereich der Küchenhelfer und Küchengeräte bestehen. Damit geht allerdings häufig ein nicht unerhebliches Problem einher, denn in ihrer Sinnhaftigkeit bewegen sich diese Gadgets und Geräte irgendwo im Bereich zwischen "hilfreich" und "bestenfalls dekorativ" – wobei die Grenze bisweilen fließend ist.

Ein Beispiel: Die Knoblauchpresse

Diese dürfte vermutlich sogar zu den weiter verbreiteten Hilfsmitteln in Hobbyküchen gehören, weil das Zerkleinern des Knoblauchs so einfach zu erledigen ist und keine negativen geschmacklichen Auswirkungen auftreten, auch wenn das vielfach behauptet wird.

Ist die Knoblauchpresse deswegen ein Muss? Ist sie eigentlich nicht. Mit einem Messer und etwas Salz lässt sich ein ebenso gutes Ergebnis erzielen: Einfach die Knoblauchzehe in feine Scheiben schneiden, etwas Salz darüber geben und mit der flach aufgesetzten Messerklinge zerdrücken. Das hat außerdem den Vorteil, dass ein Messer wesentlich leichter sauber zu halten ist als eine Presse.

Knoblauch und Allicin

Das Pressen oder Quetschen des Knoblauchs hat auch aus gesundheitlicher Sicht einen Vorteil. Denn dadurch wird das Enzym Alliinase freigesetzt, das wiederum den gesundheitsfördernden Stoff Allicin bildet. Außerdem bewirkt das Enzym, dass der Wirkstoff auch bei hohen Temperaturen länger erhalten bleibt.

Aus diesen Gründen fällt die Knoblauchpresse auch eher in die Kategorie "kann, muss aber nicht", die sie sich mit einer Vielzahl weiterer Kandidaten teilt:

Kartoffel- bzw. Spätzlepresse

Ebenfalls praktisch, nicht zuletzt deshalb, weil besonders das Schaben von Spätzle einiges an Fingerspitzengefühl und Kraft in den Armen verlangt. Andererseits benötigt ein Schaber für die schwäbische Spezialität deutlich weniger Platz in der Schublade.

Küchenthermometer

Fleisch richtig zu garen ist eine wahre Kunst – und den gewünschten Garpunkt zu verpassen schnell ein Desaster. Wer sich nicht auf den Drucktest oder seine Intuition verlassen will, bestimmt die Kerntemperatur deshalb mit einem dafür vorgesehenen Thermometer.

Waffeleisen, Fritteuse, Raclette- und Fondueset

Hier entscheidet sich der Sinn einer Anschaffung schlicht und ergreifend an der Häufigkeit der Verwendung. Werden Geräte in dieser Größenordnung nur einmal im Jahr aus dem Schrank geholt, lohnt sich der Kauf sicher nicht.

Jenseits der Grundausstattung bewegt man sich aber ohnehin auf dem Gebiet des persönlichen Geschmacks. Was der eine Hobbykoch für unentbehrlich hält, erscheint dem nächsten als purer, vielleicht sogar überflüssiger Luxus. In diesem Bereich finden sich unter anderem Küchenhelfer wie:

  • Römertopf
  • Eismaschine
  • Sandwichtoaster
  • Eierkocher (ganz gleich, ob elektronisch oder für die Mikrowelle)
  • Mikrowelle
  • Joghurtmaschine

Eine Liste, die sich - je nach persönlicher Vorstellung von der Notwendigkeit in der eigenen Küche - durchaus fortsetzen ließe.

Vermutlich praktisch bei gewissen Faibels

Bei vielen anderen Küchenhelfern und Küchengeräten bleibt allerdings insgesamt fraglich, wie sinnvoll sie tatsächlich sind und ob sie eine Anschaffung rechtfertigen. In diese Kategorie gehören beispielsweise Geräte wie der Dönergrill für den Privatbedarf. Also Geräte, bei denen zum einen nicht wirklich gewährleistet ist, ob sie in der gewünschten Weise funktionieren und die zum anderen mit einer großen Wahrscheinlichkeit nach einmaligem Gebrauch als wenig amüsant und praktisch empfunden werden – Spielereien sozusagen.

Diese müssen auch gar nicht immer die Dimensionen eines Dönergrills haben, sehr viel häufiger handelt es sich um handliche Gadgets, die gewissermaßen eine Nischenfunktion einnehmen. Darunter fallen etwa:

  • Kräuterscheren
  • Eiersollbruchstellenverursacher
  • Bananenschneider
  • Mangoschneider
  • Nudel-Maße
  • Cappuccino-Schablonen
  • Zwiebelbrillen

Eine Liste, die sich ebenfalls beliebig fortsetzen und problemlos um verschiedene elektrische oder batteriebetriebene Gadgets wie den Currywurst-Schneider oder den mit Zeitschaltung versehenen Teebeutel-Halter ergänzen lassen würden. Ob es sich bei Küchenhelfern dieser Art letztendlich um eine wirkliche Erleichterung beim Kochen oder um einen schnell vergessenen Staubfänger handelt, liegt aber immer noch im persönlichen Ermessen. Dass sie nicht zwingend zur Grundausstattung einer Küche gehören, dürfte dennoch ein Punkt sein, auf den sich Hobbyköche ganz allgemein einigen können.

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